Wettbewerbsentwurf für nachhaltige Arbeitswelten

Flexibles Arbeiten in nachhaltiger Architektur

Im Rahmen eines Wettbewerbs entstand der Entwurf zur Erweiterung eines bestehenden Unternehmensstandorts im Norden Münchens um ein modernes Bürogebäude mit hoher Nutzungsflexibilität und langfristiger Anpassungsfähigkeit. Der Neubau ergänzt den Bestand auf der Südseite und bindet gleichzeitig das bestehende Parkhaus an. Mit seiner freistehenden Nordfassade formuliert er eine klare Adresse zum Straßenraum. Die Anbindung an den Bestand erfolgt über eine bewusst ausgebildete Fuge, die einen respektvollen Umgang mit der vorhandenen Bausubstanz gewährleistet und zugleich optimale Belichtungs- und Belüftungsverhältnisse für beide Gebäude schafft. Ein zentraler Durchgang zwischen Alt- und Neubau dient als Hauptzugang, während eine Brückenverbindung im ersten Obergeschoss eine direkte Verbindung der neuen Büroflächen ermöglicht.

Der fünfgeschossige Neubau in flexibler Skelettbauweise zeichnet sich durch eine effiziente Grundrissorganisation aus. Durch die kompakte Anordnung von Erschließungskern, Sanitär-, Technik- und Nebenräumen werden die Büroflächen maximiert und ermöglichen bis zu vier Nutzungseinheiten pro Geschoss. Ein begrünter Lichthof sowie ein Dachgarten steigern die Aufenthaltsqualität und fördern die natürliche Belichtung der dunkel Zonen.

Nachhaltigkeit und Funktionalität bilden die Grundlage des Entwurfskonzepts. Der Einsatz regionaler, nachwachsender und recycelbarer Materialien – beispielsweise in Form einer Holz-Aluminium-Pfosten-Riegel-Fassade – unterstützt einen ressourcenschonenden Gebäudebetrieb. Die Fassadengestaltung sorgt zudem für eine hohe Arbeitsplatzqualität durch optimale Tageslichtnutzung und Sichtbeziehungen sowie einen wirksamen sommerlichen Wärmeschutz, der sowohl aus der grundlegenden Ausrichtung des Neubaus als auch aus dem Einsatz außenliegender Textilscreens resultiert.

 
 
 
 


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Neubau eines Bürogebäudes in Holz-Hybridbauweise